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Ernst-Ludwig-Heim-Grundschule

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Das Sprach-Förder-Band an unserer Schule

Eine besondere klassenübergreifende Form der intensiven und fächerübergreifenden Sprachförderung

Mobilé 2016/17


Durchgängige Sprachbildung

Für einen Teil unserer Schülerinnen und Schüler ist die Umgangssprache Deutsch die Zweit- oder auch Drittsprache. Häufig werden so schulische Lernprozesse in einer Sprache bewältigt, die meist nur basal verstanden bzw. gesprochen wird. Die Ausdrucksweise ist durch eine Umgangssprache gekennzeichnet, die aus ihre alltäglichen Erfahrungen resultiert. Oberbegriffe werden anfangs vorrangig verwendet, der Satzbau sowie die korrekte Verwendung der Artikel sind in der Regel grammatikalisch unvollkommen. Diese noch geringen Deutschkompetenzen wirken sich in fast allen Fächern auf die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler aus. In einer noch ungenügend beherrschten Sprache üben die Schülerinnen und Schüler lesen sowie schreiben und erlangen häufig einen Großteil ihrer schulischen Kompetenzen darüber.

Schülerinnen und Schüler ohne oder mit sehr geringen Deutschkenntnissen werden überwiegend in ‚Sprachlerngruppen‘ unterrichtet und nehmen in Fächern wie Musik, Englisch und Sport in ihrer zuständigen Regelklasse teil. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler zeitnah in diese Klasse wechseln können und mit den erworbenen Sprachkenntnissen dem Unterricht folgen können.

Im Rahmen der durchgängigen Sprachbildung begegnen wir an unserer Schüler diesen Lernvoraussetzungen. Durchgängig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass in allen Klassenstufen und alle Fächern die mündlichen und schriftlichen Sprachkompetenzen gefördert werden. Die Herkunftssprachen oder Familiensprachen können z.B. bei der Reflexion über ‚Sprache‘, bei Fachbegriffen oder auch bei umgangssprachlichen Formulierungen im Schulleben gegenseitig eine Bereicherung darstellen.

So bedeutet die durchgängige Sprachbildung an unserer Schule eine Förderung und Forderung für alle Kinder. Schwerpunkt unserer Schule ist z.B. der Umgang mit Arbeitsaufträgen (nennen, erklären, ankreuzen, begründen u.a.). Gerade diese abstrakten sprachlichen Anforderungen sollen im Unterricht wiederholt Raum haben, damit alle Schüler verstehen, was ihr Arbeitsauftrag ist.

Des Weiteren bezieht sich die Sprachbildung unserer Schule nicht ausschließlich auf die Förderung der Schülerinnen und Schüler. In Kooperation mit der Volkshochschule bieten wir einen Sprachkurs für Mütter und Väter nichtdeutscher Herkunftssprache an.

Unserer Schule stehen zusätzlich Stunden für die Sprachbildung zur Verfügung, um Schülerinnen und Schüler sprachlich zu fördern. Die Sprachbildung erfolgt in allen Klassen im Rahmen der Binnendifferenzierung sowohl im Regelunterricht. Daneben bieten wir zusätzlich für einzelne Schülerinnen und Schüler „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ-Unterricht) additiv zur Stundentafel an. 

An unserer Schule sind viele zusätzliche Stunden der Sprachbildung über ein Sprach-Förder-Band ergänzend zum Unterricht verankert. In diesen Stunden nehmen die Schülerinnen und Schülern an temporären Lerngruppen teil, die neben der Thematik Sprachbildung auch Schwerpunkte in anderen Fächern oder Förder- und Forderbereichen haben. In der Schulanfangsphase ist die Vielfalt aufgrund der heterogenen Lernvoraussetzungen groß. Ab Klasse 3 ist das Sprach-Förder-Band enger an die Unterrichtsfächer angebunden und bietet auch einen Ersatz zum Förderunterricht.

Ein Entwicklungsvorhaben unserer Schule ist das Erstellen eines schulinternen Curriculums, in dem die Sprachbildung auch weiterhin verankert ist.

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